Surface Studio: Alle Details zum ersten All-in-One-PC von Microsoft

Microsofts neuer All-in-One: das Surface Studio.

Mit dem Surface Studio wildert Microsoft in Apples Gefilde: Die Redmonder schicken einen starken All-in-One-PC als Konkurrenz zum iMac ins Rennen. Das Besondere am Surface Studio sind aber die Scharniere, dank denen der PC wie ein Zeichenpult flach vor dem Nutzer liegt.

Im Rahmen des hauseigenen Microsoft-Events wurde neben dem überarbeiteten Surface Book auch das Creators-Update mit spannenden neuen Funktionen für Windows 10 angekündigt: 3D-Unterstützung, Virtual-Reality und nahtloses Streaming. Richtig krachen ließen es die Redmonder aber erst mit der Ankündigung des Surface Studio – Microsofts erstem All-in-One-PC.

Surface Studio: Gefährliche Konkurrenz für Apples iMac

Das Surface Studio im Tablet-Modus.
Im “Studio-Modus” erinnert der PC an ein übergroßes Tablet.

Schon beim ersten Blick erinnert das Surface Studio direkt an Apples iMac. Ein großes Display, das auf einem Alusockel steht. Anders als beim Apple-Computer, steckt die Hardware von Microsofts All-in-One-Lösung allerdings im unteren Sockel. Und damit nicht genug: Der Surface-Bildschirm bietet eine vollständige Touch-Unterstützung.

Darauf ist das Konzept des neuen Microsoft-Flaggschiffs auch voll und ganz ausgelegt. Das Surface Studio richtet sich an kreative Köpfe, die den PC dank der besonderen Scharniere zum überdimensionalen Tablet umfunktionieren können. In diesem „Studio-Modus“ soll das Surface verschiedene kreative Aufgaben, etwa das Zeichnen per Displaystift, erleichtern.

Verschiedene Funktionen sollen dabei zur möglichst authentischen Bedienung des PCs als Papier- oder Zeichenblock beitragen. Im sogenannten Office-Modus könnt ihr beispielsweise ein DIN-A4-Blatt eins zu eins auf dem Bildschirm abbilden. Ein Millimeter auf dem Papier entspricht einem Millimeter auf dem Bildschirm, wodurch sich Proportionen realistisch abschätzen lassen.

Surface Dial: Das neue Eingabegerät für Microsofts All-in-One

Das Surface Dial ist eine neue Eingabemöglichkeit für Windows 10-Computer.
Das Surface Dial ist eine neue Eingabemöglichkeit für Windows 10-Computer.

Im Zusammenhang mit dem All-in-One hat Microsoft auch das Surface Dial vorgestellt. Dies ist ein neuwertiges Eingabegerät, ergänzend zu Maus und Tastatur. Äußerlich erinnert das runde Dial an einen Eishockey-Puck. Das Gerät ist mit allen Windows 10-Computern kompatibel. Speziell beim Surface Studio lässt es sich für zusätzliche Eingaben aber auch auf den Touch-Bildschirm legen.

Die Einsatzmöglichkeiten: Das Surface Dial lässt sich drehen und drücken beziehungsweise klicken. Wofür? Per Drehbewegung könnt ihr etwa Farbpaletten anpassen, durch die Seiten eines Dokuments wechseln oder die Musiklautstärke anpassen. Zum weiteren Zubehör des Surface Studio zählt übrigens neben dem Displaystift auch Bluetooth-Tastatur und -Maus. Einzig das Dial müsst ihr separat für rund 90 Euro erwerben.

Im Sockel versteckt: Die Hardware des Surface Studio

Die Hardware des neuen All-in-One ist in dessen Sockel versteckt. Im Topmodell stecken ein Skylake i7-Prozessor, zusammen mit einer Gefore 980M-Grafikkarte mit 32 Gigabyte RAM und einer zwei Terrabyte Festplatte. Die Hardware reicht nicht nur für anspruchsvolle Software wie Photoshop, sondern stemmt auch problemlos aktuelle Spiele.

In einer etwas abgespeckten Variante steht euch zusätzlich ein Einsteigermodell zur Verfügung. In diesem sind in i5-Prozessor sowie eine Gefore GTX 965m GPU verbaut. Zu den Anschlüssen zählen vier USB 3.0-Ports, ein Mini-Displayport sowie ein SDXC-Kartenslot und ein Kopfhörer-Anschluss.

Im Praxiseinsatz: Zeichnen auf dem Surface Studio.
Im Praxiseinsatz: Zeichnen auf dem Surface Studio.

Surface Studio: Preis und Verfügbarkeit

Bitte kurz festhalten, denn die saftigen Preise des Surface Studio könnten euch vom Hocker hauen! Das erwähnte Topmodell des All-in-One schlägt mit unglaublichen 4.199 Dollar, umgerechnet knapp 3.850 Euro, zu Buche. Kein Wunder, schließlich will sich Microsoft die starke Hardware samt aller Innovation gut bezahlen lassen. Zu diesem Preis hätte aber zumindest das Surface Dial, Eigenpreis rund 90 Euro, mit inbegriffen sein können, oder?

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Weitere Versionen des neuen Microsoft-PCs gibt es auch schon für etwas weniger Geld zu haben. Das kleinste Modell kostet euch umgerechnete 2.750 Euro. Trotz der horrenden Summen war das erste Kontingent in den USA nach wenigen Stunden ausverkauft. Europa wird das Surface Studio wohl erst im Frühjahr 2017 erreichen, Details ausstehend.

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