Friends, die Fahrkarten bitte: Streaming-Programmheft KW46

Streaming-Tipps: Filmperlen aus Amazon, Netflix und Co.

Das Streaming-Programmheft KW46 blickt mit einer Doku der öffentlich-rechtlichen auf ein zukünftig den Mainstream eroberndes Internetthema. Gleichzeitig nehmen euch diese Streaming Tipps mit auf eine Reise an den Nordpol und ein letzter Blick zurück führt euch zu einem altbekannten Freundeskreis, den ihr nun endlich auch auf digitalen Wege treffen könnt.

Tom Hanks löst die Fahrkarten für den Polarexpress: Streaming-Programmheft KW46

Am Dienstag erweiterte Amazon Prime sein Filmrepertoire um die Computeranimation Polarexpress, die der zweite große Filmhit mit der Technik des Motion Capture wurde. Tom Hanks und seine Schauspielerkollegen wurden – so wie der Golum (Andy Serkis) in der Herr der Ringe Trilogie – bei ihren schauspielerischen Darstellungen digital abgegriffen und so in die animierte Reise zum Nordpol und dem Heimatort des Weihnachtsmanns eingefügt.

Tom Hanks begegnet in seinen fünf verschiedenen Rollen Fragen nach Mut und Glauben, der Frage nach Zusammenhalt und Einsamkeit, der Frage nach dem Geist von Weihnachten. Als Einstieg für die bevorstehende Weihnachtszeit eignet sich der Polarexpress bestens. Insbesondere, weil die kindliche Aufmachung und die tieferen Themen eine universelle Zielgruppe ansprechen. Natürlich ist es nicht verwerflich, sich dieses Kleinod auf die weihnachtliche Zeit bis in die Tage vor Heiligabend aufzubewahren. Doch wer in den Polarexpress mit einsteigt, hat beim Weihnachtsmann in diesem Jahr definitiv ein paar Pluspunkte gesammelt.

Die öffentlich-rechtlichen wagen sich an den elektronischen Sport heran

In Deutschland herrscht zuweilen immer noch Uneinigkeit über die Qualität und Ambitionen des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks (ÖRR). Die Diskussion bewegt sich um die Kritik an den Gebühren sowie an den Innovationen und Investitionen, die in die produzierten Formate fließen.

Streaming-Programmheft KW46: Die Doku zeigt unter anderem Interviews mit Experten, hier: Daniel Budiman.
Die Doku zeigt unter anderem Interviews mit Experten, hier: Daniel Budiman.

Mittlerweile hat sich zumindest der Internetauftritt von ARD und ZDF zu einer gelungenen Ergänzung des Hauptprogramms entwickelt: Auf YouTube und in den Mediatheken finden sich viele interessante und sehenswerte Formate – ebenso wie der hier behandelte Tipp. Dabei handelt sich um eine Dokumentation über den elektronischen Sport, kurz Esport, auf dem Youtube-Kanal der Sportschau. Inhaltlich erfasst diese einen recht neutralen Blick auf das professionelle Duellieren in Spielen wie League of Legends und Dota 2. Da die Sportschau hauptverantwortlich für die Berichterstattung des Fußballs und speziell der Bundesliga ist, wundert der inhaltlich starke Bezug auf Deutschlands beliebtesten Sport natürlich nicht. Gezeigt werden trotzdem viele Eindrücke aus einer Szene der Videospielkultur, die scheinbar immer mehr Relevanz im Mainstream bekommt.

Das bemerkenswerte an der Doku ist vermutlich nicht ihre Aussageabsicht, sondern der Umstand, dass sie ein Thema der Netzkultur für ein klassisches Publikum von Öffentlich-rechtlichen Sportproduktionen aufarbeitet. Und ihr könnt diese Dokumentation mit dem reißerischen Titel eSport – vom Schmuddelkind zum Shootingstar on Demand abrufen, wann ihr wollt, ohne an Sendezeiten gebunden zu sein. Good Game.

Freude über fortlaufende Folgen fantastischer Freunde – Friends auf Netflix

Der abschließende Tipp richtet sich nicht nur an Nostalgiker und Seriengucker mit enormer Ausdauer für 90 Stunden Sehdauer: Wer Rachel, Joseph, Phoebe, Monica, Chandler und Ross, ihre Geschichten und alltäglichen Erlebnisse noch nicht kennt, sollte nun einen weiteren Tipp in seine Watch-Liste eintragen; Friends ist seit Montag über Netflix abrufbar.

Die Kultserie läuft seit 1996 im deutschen Fernsehen. In dieser Zeit brachte sie 10 Staffeln, 236 Episoden, das Spin-off Joey und die Stars rund um Jennifer Aniston hervor. Im Laufe der Serie werden die Charaktere von Friends wirklich zu Leuten, deren Hintergründe ihr kennt, die ihr auf einen guten Abend einladen und auch wieder ausladen könnt, ohne dass sie euch böse werden.

Die Serie ist aufgrund ihres Alters und ihres Anspruchs natürlich nicht mit heutigen Seriengrößen wie Breaking Bad, den Sopranos oder Game of Thrones zu vergleichen. Aber sie war nicht minder bedeutend und erfolgreich in der TV-Welt. Eine absolute Empfehlung für Serienliebhaber und entspannte Dauerglotzer.

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